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Burgund - Wein, Geschichte, Kunst.
Von Lyon bis Beaune und Dijon

 

12. - 16. Mai 2021

max. 9 Teilnehmer

Ihr Mentor: Prof. Dr. Andreas Otto Weber

 

PM 107770 F DijonDie Region Burgund, Kernland des einstigen Herrschaftsbereichs mächtiger und kunstsinniger Herzöge, ist berühmt für ihre mittelalterlichen Bauten. Gleichzeitig ist Burgund wegen seiner historisch gewachsenen, kleinflächigen Struktur eine der faszinierendsten Weinlandschaften überhaupt. Obwohl die Weine in der Regel nur aus zwei Rebsorten, Chardonnay und Pinot Noir, gekeltert werden, weisen die einzelnen Lagen, die Crus, ganz spezifische Eigenheiten auf. Die von uns in zwei Weingütern und in mehreren Michelin-notierten Restaurants entlang berühmter Routen verkosteten Weine sollen diese regionale und lokale Vielfalt widerspiegeln.

Wir logieren in herausragenden Hotels und besichtigen in Lyon, Cluny, Champaize, Tournus, Beaune, Clos de Vougeot, Dijon und Brou faszinierende Baumonumente und Kunstwerke wie Rogier van der Weydens Weltgerichtsaltar, Claus Sluters Mosesbrunnen und Conrad Meits Grabmäler für Margarete von Österreich und Philibert den Schönen.

Als fachkundiger Begleiter, Führer, Diskussionspartner und Übersetzer bei den Winzern steht Ihnen der Historiker und Spezialist für Weingeschichte Prof. Dr. Andreas Otto Weber zur Seite.

 

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Während der Fahrten durch das grüne Burgund – la Bourgogne verte –, bekannt nicht nur für Kunst und Wein, sondern auch für Spezialitäten wie Bœuf bourguignon, Coq au vin und Epoisses, kommen natürlich die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz: Wir werden zusammen den großen Markt in Beaune besuchen und in mehrfach ausgezeichneten Restaurants speisen.

 

Reiseprogramm

Wir beginnen und enden die Reise in Lyon, das über sehr gute Flugverbindungen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügt, und verbringen dort die erste Nacht im Hotel Le Royal. Donnerstag bis Sonntag logieren wir im Château de Gilly, zwischen Beaune und Dijon.

 

Mittwoch, 10. Mai

Lyon

Am Ankunftstag erwarten Sie Ihre Zimmer im Herzen von Lyon im ***** Hotel Le Royal. Das um die Jahrhundertwende von Prosper Perrin an der Place Bellecour, einem der schönsten Plätze Frankreichs, im Zentrum der Presqu’île errichtete Grandhotel verfügt über das Restaurant Côté Cuisine und die Bar Côté Bellecour und beherbergt seit 2003 die Hotelschule des renommierten Institut Paul Bocuse.

 

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Am späten Nachmittag erwartet Sie Ihr Mentor Prof. Weber im Hotel und bricht mit Ihnen zu einem Spaziergang durch Vieux Lyon auf (die Altstadt und Teile der Presqu’île zählen seit 1998 zum UNESCO-Welterbe). Auf dem Programm stehen die Besichtigung der romanisch-gotischen Kathedrale Saint-Jean-Baptiste mit einer der ältesten Astronomischen Uhren Europas und der Besuch der historistischen Pest-Votiv-Kirche Notre-Dame de Fouvière, einem der Wahrzeichen der Stadt.

Abends genießen wir traditionelle Lyoneser Küche im vielfach gelobten Bouchon Daniel et Denise des Kochs Joseph Viola. Das Restaurant wurde vom Guide Michelin mit dem BIB-Gourmand ausgezeichnet.

 

Donnerstag, 11. Mai

Durch das Mâconnais über Cluny und Tournus nach Beaune

Cluny Abbey (7309874510)Nach dem Frühstück wird das Gepäck in den Bus verladen und wir fahren über Mâcon nach Cluny.

Von dem in drei Bauphasen entstandenen, einst größten Sakralbau der Christenheit sind nach der Französischen Revolution und der Napoleonischen Ära, während der der Komplex als Steinbruch diente, nur noch wenige beeindruckende Fragmente erhalten geblieben. Prof. Weber wird vor Ihrem geistigen Auge die Pracht der gewaltigen Kloster- und Kirchenanlage wieder erstehen lassen, die während des Mittelalters ein religiös-spirituelles Zentrum war.

Auf dem Weg zum Mittagessen vor den Toren von Tournus halten wir noch bei der frühromanischen Kirche Saint-Martin de Chapaize.

BurgundFeuillatJuillot1Anschließend wird uns Florian Giraud, 2010 vom Gault Millau zum Jungen Talent gekürt, im Relais d'Ozenay ein köstliches 4-Gänge-Menu zubereiten.

Nach Tisch vertreten wir uns kurz die Beine im malerischen Städtchen Tournus an der Saône und besichtigen zusammen die stimmungsvolle Kirche Saint-Philibert.

Für den Rest des Tages wenden wir uns dem Wein zu. In Montagny-les-Buxy empfängt uns Françoise Feuillat-Juillot, eine der namhaftesten Winzerinnen an der Côte Chalonnaise. Sie ist die Tochter des Winzers Michel Juillot aus Mercurey. Nach dem Studium der Oenologie trat sie 1989 in das Weingut von Maurice Bertrand in Montagny ein. Nach dessen Tod erwarb sie 2004 den gesamten Betrieb. Françoise Feuillat-Juillot ist auf Chardonnay spezialisiert, der durch seine frische Mineralik besticht.

Gegen Abend erreichen wir das ***** Château de Gilly. Auf halber Strecke zwischen Beaune und Dijon im Weinbauort Vougeot gelegen, diente es im Mittelalter den Äbten des nahen Kloster Citeaux als Weinlager und Unterkunft. Der historische Gebäudekomplex mit Wassergräben und weitläufigen Parkanlagen verfügt über einen Außenpool und das Restaurant Le Clos Prieur, wo unter Kreuzrippengewölben von Stephane Ory konzipierte burgundische Küche serviert wird.

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Alternativ können wir für diesen Abend das nahe Restaurant Boisrouge empfehlen, wo Philippe Delacoucelle pure franzöische Landküche mit raffinierten asiatischen Gewürzen verfeinert und verfremdet.
 

 

Freitag, 12. Mai

Dijon, Champmol und die Côte de Nuits

Claus Sluter (1350-1406) Mozesput Champmol Jesaja en Mozes 23-10-2016 15-16-09Den Vormittag verbringen wir in Dijon, der Hauptstadt Burgunds. Auf einem Spaziergang entdecken wir aufwendig gestaltete Fachwerkhäuser, barocke Stadtpalais, die romanische Kathedrale Saint-Benigne und das Palais des Ducs et des États de Bourgogne (Herzogs- und Ständepalast) mit dem Musée des Beaux-Arts, darin die aus Champmol (siehe unten) stammenden Grabmonumente.

Rund um die schöne Markthalle laden Bistrots zum Mittagsimbiss, bevor wir unseren Weg fortsetzen und zunächst vor den Toren der Stadt die Chartreuse de Champmol besuchen. Heute eine pyschatrische Klinik, war das ehemalige Kartäuserkloster einst die Grablege der burgundischen Herzöge. Die Portalfiguren der Klosterkapelle stammen von Claus Sluter. Das Hauptwerk dieses genialen Bildhauers um 1400 sind im Kreuzgang die Reste eines Kalvarienbergs, der berühmte Mosesbrunnen: das Ensemble aus sechs Prophetenfiguren und vier begleitenden Engeln ist von einer solchen Suggestionskraft, die man in Italien erst von Donatello kennt.

Am späten Nachmittag besuchen wir in Vougeot die Domaine Clerget. Der Winzer Christian Clerget stammt aus einer über zwölf Generationen zurückgehenden Weinbauernfamilie, die seit vier Generationen in Vougeot ansässig ist.
Das kleine, nur sechs Hektar umfassende Gut produziert vor allem große Pinot Noirs aus den Terroirs von Vosne-Romanée bis Morey St.Denis. Seit 2017 sind die Weine Bio-zertifiziert.

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Abends schlendern wir vom Hotel zum Restaurant Christian Quenel (Michelin: Bib Gourmand; Gault-Millau: Haube) im angrenzenden Weindorf Flagey-Échézeaux, wo wir Spezialiäten der Region genießen und die Erlebnisse des Tages rekapitulieren können.

 

Samstag, 13. Mai

Château du Clos de Vougeout - Der Zisterzienserorden und der Burgunderwein
Beaune – Entdeckungstour durch die Hauptstadt des Burgunderweines

Heute morgen fahren wir zunächst durch die Grand Cru-Weinberge zum Château du Clos de Vougeot. Die ungewöhnliche Schlossanlage aus der 16. Jahrhundert geht auf das Großweingut des Klosters Citeaux aus dem 12. Jahrhundert zurück und ist heute Sitz der berühmten Weinbruderschaft Confrèrie des Chevaliers du Tastevin. Dr. Weber wird Ihnen den Renaissance-Saal im ersten Obergeschoß des Hauptbaus und die um den Hof gruppierten historischen Nutzbauten, darunter die Weinküferei, zeigen.

 

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Im Anschluss geht es weiter nach Beaune, wo wir für den restlichen Tag die kunsthistorischen und kulinarischen Höhepunkte der Stadt erkunden werden. Zunächst begeben wir uns zur Place de la Halle. Direkt neben der Markthalle bieten dort jeden Samstag unter freiem Himmel zahlreiche Landwirte und Händler auf dem Wochenmarkt heimische Spezialitäten an, darunter auch als Reisemitbringsel geeignete Waren wie Käse, getrocknete Pilze, Dijon-Senf und Gewürze. Die Mittagspause genießen wir ausgiebig auf der Terrasse des Feinschschmeckerlokals Le Jardin des Ramparts (Michelin-Stern).

BurgundHospiceSchwein1Nach einem Gang auf der ehemaligen Stadtmauer und der Besichtigung der mittelalterlichen Stiftskirche Notre-Dame mit ihren schönen Glasfenstern, Fresken und Tapisserien steht ein weiterer Höhepunkt der Reise auf dem Programm: das Hôtel-Dieu oder Hospice de Beaune. Der zugleich repräsentative und praktisch durchgeplante Bau wurde 1443 vom Kanzler des Herzogtums Burgund, Nicolas Rolin, und seiner Frau Guigone de Salins als Spital gegründet und mit einem umfangreichen Besitz an Weinbergen ausgestattet. Über die Jahrhunderte haben zahlreiche Zustiftungen aus Bürgertum und Adel den Besitz stark erweitert. Bis heute wird das von der Stiftung betriebene Krankenhaus aus den Erlösen der berühmten Weinversteigerung, die jedes Jahr im November stattfindet, finanziert.

Prof. Weber wird während eines Rundgangs durch den pittoresken Innenhof, den riesigen Krankensaal, Küche, Kapelle und die Salle du Polyptyche mit Rogier van der Weydens ergreifenden Weltgerichtsaltar anschaulich die Besonderheiten des einzigartigen Komplexes erläutern.

Für den letzten gemeinsamen Abend bietet sich das Restaurant unseres Hotels an. 

 

Sonntag, 14. Mai

Von Beaune über Brou nach Lyon

Wir verabschieden uns von Beaune, fahren jedoch nicht direkt zum Flughafen in Lyon (bitte Rückflug erst für den Spätnachmittag / Abend buchen!), sondern machen einen Abstecher in die Nähe von Bourg-en-Bresse.

 

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Ausführlich besichtigen wir in der vor 500 Jahren errichteten und ausgestatteten Kirche in Brou Westportal, Glasfenster, Lettner, Chorgestühl und die berühmten Grablegen, darunter die von Conrad Meit opulent gestalteten Denkmäler für Margarete von Österreich und Philibert den Schönen.

Je nach Abflugszeit besteht noch die Möglichkeit für einen Lunch in Bourg en Bresse im Restaurant Mets et Vins. Da das Städtchen auch die Hauptstadt der Bresse mit seiner berühmten Geflügelzucht ist, bietet sich an hier das Poulet de Bresse cuit à trois façons zu probieren.

 

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Reisepreis € 2.580,-

Einzelzimmerzuschlag € 427,-

 

Leistungen

  • Reisebegleitung und Führungen durch Prof. Dr. Andreas Otto Weber
  • 1 ÜF im ***** Hotel Le Royal in Lyon (mit Hotelschule des Institut Paul Bocuse)
  • 3 ÜF im ***** Château de Gilly zwischen Beaune und Dijon
  • Empfang, Führung und Weinverkostung in der Domaine Feuillat-Juillot in Montagny-les-Buxy
  • Empfang, Führung und Weinverkostung in der Domaine Clerget in Vougeot
  • 3-Gänge-Diner im Restaurant Daniel et Denise in Lyon (Michelin: Bib Gourmand)
  • 4-Gänge-Mittagessen im Relais d’Ozenay bei Tournus (Michelin: Teller)
  • 3-Gänge-Diner im Restaurant Christian Quenel in Flagey-Échézeaux (Michelin: Bib Gourmand)
  • 3-Gänge-Mittagessen im Restaurant Le Jardin des Remparts in Beaune (Michelin: Stern)
  • Besichtigungen: Lyon, Cluny, Saint-Martin de Chapaize, Tournus, Château du Clos de Vougeot, Dijon, Beaune, Brou, inkl. Eintrittsgelder, Reservierungen, Genehmigungen
  • Reisebus oder Van ab und bis Lyon (Hotel bzw. Flughafen)
  • gemeinsame Taxifahrten
  • Empfehlungen für weitere Lokale, Cafés und Bars
  • Sicherungsschein (R+V Versicherung; neben dieser Absicherung Ihrer An- und Restzahlung gegen Insolvenz empfehlen wir den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, wobei wir Ihnen auf Wunsch behilflich sind)

 

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Gerne arrangieren wir für Sie - selbstverständlich ohne Gebühren unsererseits - An- und Abreise oder buchen eine Verlängerungsnacht im Hotel.

Für die Einreise nach Frankreich benötigen Sie als deutscher Staatsbürger einen gültigen oder höchstens seit einem Jahr abgelaufenen Reisepass oder Personalausweis. Bei Fragen zu Pass- und Gesundheitsbestimmungen können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

 

zur Buchung

 

Prof. Dr. Andreas Otto Weber

MentorenWeber1Studium der Geschichte und der Geographie in München, Habilitation für Mittelalterliche und Neuere Geschichte sowie Bayerische und Fränkische Landesgeschichte in Erlangen. Prof. Weber ist Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München, und lehrt am Department Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zahlreiche Publikationen und Ausstellungen zur Geschichte des Weinbaus und zur vergleichenden Landesgeschichte Bayerns vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert.
Prof. Weber ist ein herausragender, international renommierter Experte für die Geschichte der Weinkultur und der Weinlandschaften in Europa. Er ist Mitglied im Vorsitz der Weinbruderschaft zu München e.V. und schreibt regelmäßig Blog-Artikel unter wein-geschichten.de.
Prof. Weber lebt mit seiner Familie in München.

 

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