Istanbul - Schatzkammer am Bosporus
18. - 22. April 2012
2. Termin im Herbst: 5. - 9. September 2012
7 - 12 Teilnehmer
Ihr Istanbul-erfahrener Mentor Prof. Raff lädt Sie zu einer Zeitreise ein, während der Sie die Geschichte der ehemaligen Metropole des Byzantinischen und des Osmanischen Reiches von ihrer Gründung bis in die Gegenwart anschaulich erleben werden. Prof. Raff führt Sie zu Hauptsehenswürdigkeiten und versteckten Kostbarkeiten wie dem prunkvollen Topkapı-Palast, der mächtigen Hagia Sophia, der mystisch erleuchteten Yerebatan-Zisterne und dem Chora-Kloster mit seinen einzigartigen Mosaiken und Fresken. Ihr luxuriöses Hotel liegt in der historischen Altstadt. Auf dem Bosporus fahren Sie entlang der von Orhan Pamuk beschriebenen Gestade Richtung Schwarzes Meer, tauchen während der Spaziergänge ein in das bunte Leben der umtriebigen Millionenstadt und genießen kulinarische Köstlichkeiten und sündige Süßspeisen in ausgewählten Restaurants. Daneben bleibt Zeit für Einkäufe im Großen Basar und im Gewürzbasar oder in modernen, eleganten Einkaufsstraßen, einen Tee zu zweit und einen unvergesslichen Besuch im Hamam.
Reiseprogramm
Mittwoch, 18. April
In der Altstadt Istanbuls, nahe des Großen Bazars, erwarten Sie Ihre Räume im luxuriösen***** Double Tree Hotel (Hilton Old Town). Das im Frühjahr 2011 neu eröffnete Haus verfügt über das Restaurant "Terrace", ein Café und einen Wellnessbereich mit Dampfbad.
Nach einem Tee oder Aperitif im Hotel führt Sie Prof. Raff auf einem ersten gemeinsamen Abendrundgang zunächst zum Gelände des legendären Hippodroms, der gewaltigen antiken Wagen- und Pferderennbahn, deren Tribünen fast 150 000 Besuchern Platz geboten haben sollen. Neben dem Obelisken Thutmosis' III., der Schlangensäule und der Bronzenen Säule ist hier auch der von Kaiser Wilhelm II. gestiftete Deutsche Brunnen (Alman Çeşmesi) beachtenswert. Weiter schlendern wir vorbei an der Hagia Sophia zur Hohen Pforte (Bâb-i-Ali) und dem Festzugs-Pavillon (Alay Köşkü) und von dort aus entlang der Mauern des Topkapı-Palastes zum Tor des Reiches (Bâb-i Hümayun) und zum pagodenartigen Brunnen Achmeds III. (Ahmet III Çeşmesi).

Durch lebendige Gässchen geht es dann zum Balikçi Sabahattin, einem Spezialitätenrestaurant, das bekannt ist für seine reiche Auswahl an Salat- und Gemüsevorspeisen (Mezeler) und seine aussergewöhnlichen Desserts wie Quitten mit Schlagsahne (Kaymanlı Ayva) und Grieß mit Eiscreme (Dondurmalı Irmik).
Donnerstag, 19. April
Morgens fahren wir als erstes zu dem auf einem steil abfallenden Gelände erbauten, weltberühmten Chora-Kloster (Kariye Camii), wo Ihnen Prof. Raff die Anfang des 14. Jahrhunderts verschwenderisch mit Mosaiken und Fresken geschmückte Kirche zeigen wird. Nach dem Besuch dieses historischen Ensembles, das von typischen Istanbuler Holzhäusern umgeben ist, erkunden wir nun nach einer kurzen Erfrischung die beeindruckende, unter dem byzantinischen Kaiser Theodosius II. errichtete Landmauer.
Wir fahren weiter zur monumentalen, vom legendären Architekten Sinan erbauten Süleymanmoschee (Süleymaniye). Zum Stiftungskomplex gehörten u.a. eine Ärzteschule, ein Hospital, eine Karawanserei und die sogenannte Armenküche (Imaret), in der nicht nur die Armen, sondern auch Ärzte, Lehrer, Schüler und Gäste der Moschee verköstigt wurden. In diesen historischen Räumen werden auch wir uns zum Mittagessen niederlassen.
Anschließend bummeln wir - zurückversetzt in 1001 Nacht - durch den gewaltigen Großen oder Gedeckten Basar (Kapali Çarsi), wo Händler in über 4000 Geschäften ihre vielfältigen Waren feilbieten.

Nach einer Pause im Hotel fahren wir mit dem Taxi in das beim Chora-Kloster gelegene Restaurant Asitane, wo osmanische Gerichte nach Rezepten zubereitet werden, die in historischen Kochbüchern des Topkapı-Palastes gefunden wurden und damit bis ins 15. Jahrhundert zurück exakt datiert werden können. Zu diesen kulinarischen Köstlichkeiten gehören außergewöhnliche Kreationen wie Weinblätter, mit Sauerkirschen, Reis und Pinienkernen gefüllt, hauchdünn geschnittenes Kalbsfilet mit Ingwer, Kümmel und Zimt gewürzt, Pfirsichkompott mit Honig und Rosensirup sowie Safranpudding mit Eis.
Nimmermüde können danach noch zu einer Bar im europäischen Viertel aufbrechen, etwa der stilvoll eingerichteten, im Haus des Architekten Vedad Tek befindlichen Zihni Bar.
Freitag, 20. April
"Was Istanbul an geistigen und seelischen Kräften hat, bezieht es vom Bosporus." (Orhan Pamuk)
Nach dem Frühstück knüpfen wir vor unserer Bosporusfahrt zunächst an den vorigen Abend an und besuchen den Ägyptischen Basar mit seinen zahllosen Gewürzhändlern, wo alle Wohlgerüche Arabiens unsere Sinne verzücken. Anschließend begeben wir uns zur benachbarten Rüstem Pascha Moschee (Rüstem Paşa Camii), die von Sinan kurz nach der am Vortag besichtigten Süleymannmoschee errichtet wurde. Sofern die kultischen Handlungen dies am Freitag zulassen, werfen wir einen Blick in das Innere und lassen uns von den verschwenderisch ornamentierten Fayencen aus Iznik in ihren leuchtenden Rot- und Blautönen verzaubern.
Vom Goldenen Horn legen wir jetzt ab Richtung Schwarzes Meer. Über die tiefblauen Wasser des Bosporus und hindurch unter den zwei gewaltigen Hängebrücken, die Europa mit Asien verbinden, geht die Fahrt im Zickzackkurs zwischen beiden Kontinenten unter anderem vorbei am gigantischen Sultanspalast Dolmabahçe, der Ortaköy Camii und den historischen hölzernen Sommervillen (Yalı), die sich die Angehörigen der Oberschicht des Osmanischen Reichs hier erbauen ließen, der von Mehmet II. vor der Eroberung Istanbuls (1453) erbauten Festung Rumeli Hisarı, Kanlıka (berühmt für seinen schweren, gezuckerten Sahnejoghurt) und vielen anderen malerischen Ortschaften. In Sarıyer beobachten wir das geschäftige Treiben der Fischerboote, bevor wir auf der asiatischen Seite, in Anadolu Kavaği, anlegen, um uns unterhalb der Burg einem köstlichen Fischessen zu widmen.
Wer möchte, besteigt nach Tisch mit uns den Burgberg, von dem aus man eine wunderbare Aussicht auf das Schwarze Meer hat.
Auf der Rückfahrt lassen wir nun die Landschaft im nachmittäglichen Sonnenschein mit einer Tasse Tee in der Hand an uns vorüberziehen.

Von der Anlegestelle spazieren wir zur unter Kaiser Justinian erbauten Basilika-Zisterne, von den Türken Yerebatan Saray (versunkenes Schloss) genannt. In dem durch James Bond ("From Russia with Love") berühmt gewordenen unterirdischen Bau wandelt man zwischen 336 mächtigen Säulen auf Holzstegen zu klassischer Musik über das Wasser.
Mit einem Blick in die monumentale, unter Sultan Achmed I. erbaute Blaue Moschee (Sultan Ahmet Camii) mit ihren sechs Minaretten beschließen wir diesen ereignisreichen Nachmittag.
Am Abend erleben wir in einem historischen Hamam den Tanz der Derwische des 1284 gegründeten Mevlana-Ordens. Die mit weißen Mänteln und hohen Filzhüten bekleideten Bettelmönche steigern sich, begleitet von traditioneller Sufi-Musik, durch extreme Drehungen in einen tranceähnlichen Zustand. In der Nähe laden anschließend gemütliche Weinlokale noch zu einer kleinen Stärkung ein.
Samstag, 21. April
Der Samstag Morgen ist dem Topkapı-Palast (Topkapı Saray) und seinen unermesslichen Schätzen gewidmet. Prof. Raff führt Sie durch die prunkvollen Gemächer, Höfe und Gärten des weitverzweigten, von Maximilian Schell und Peter Ustinov im Film "Topkapi" erklommenen Sultanspalastes. Schwindelfrei genießen Sie von dessen Aussichtsterrassen und Pavillons einen überwältigenden Blick über das Goldene Horn, das Marmarameer und den Unteren Bosporus zwischen Besuchen des labyrinthischen Harem und der Schatzkammer, in der der berühmte Dolch mit seinem 86-karätigen "Löffelmacherdiamanten" verwahrt wird.
Nach der ausführlichen Besichtigung dieser Stadt über der Stadt besteht die Möglichkeit, zusammen noch in einer nahegelegenen Lokanta oder einem Börekçi türkische Spezialitäten zu essen, von einem der Fischerboote einen frisch gefangenen und dort gebratenen Fisch im Fladenbrot zu probieren oder in einem der Fischrestaurants der Galata-Brücke (Galata Köprüsü) einzukehren.

Der Nachmittag und frühe Abend steht Ihnen zur freien Ver-fügung für Einkäufe in den Basaren oder in den luxuriösen Passagen und Geschäftsstraßen des europäischen Viertels bis zum Taksim-Platz (Taksim Meydanı). Wärmstens können wir Ihnen einen Besuch in einem historischen Hamam (16./18. Jahrhundert) empfehlen, in dem Sie unter der fachkundigen Anweisung des Personals dessen entspannende Wirkung genießen können und daneben authentische Einblicke in eine jahrhundertealte Badekultur erhalten.
Mehrere Vorschläge für Einkaufsmöglichkeiten (wie die vorzüglich sortierte, äußerst interessante Deutsche Buchhandlung), für Besuche der bis in die Abendstunden geöffneten traditionellen und auch moderneren Hamams sowie für Tavernen, Restaurants und Bars senden wir Ihnen vor Reiseantritt zu.
Alternativ steht Ihnen Prof. Raff für weitere Besichtigungen natürlich gerne zur Verfügung. In diesem Fall würde ein Gang durch das Gebiet zwischen Galata-Turm und Taksim-Platz auf dem Programm stehen, wo man versteckt gelegene christliche Kirchen entdecken und in die Welt der Romane von Orhan Pamuk eintauchen kann. Zum Abschluss des Nachmittags führt uns Prof. Raff durch den faszinierenden Bazar der Werkzeugmacher nahe der Galata-Brücke.
Zum gemeinsamen Dinner begeben wir uns ins legendäre Hamdi beim Ägyptischen Basar, das einen traumhaften Blick auf das Goldene Horn bietet und mit außergewöhnlichen Kebab-Variationen mit Auberginen, Mohn, Pistazien und Pflaumen aufwartet.
Sonntag, 22. April
Am letzten Morgen erleben wir den krönenden Abschluss des kunsthistorischen Programms, die Besichtigung der Hagia Sophia (Ayasofya). Die unter Kaiser Justinian erbaute Krönungskirche entging dem Abriss, da sie nach dem Fall Konstantinopels (1453) in das führende islamische Gotteshaus umgewandelt wurde. Kemal Atatürk verfügte 1934 die Umwidmung in einen Museumskomplex. Prof. Raff wird Sie als profunder Kenner dieses Bauwerks in seine Geheimnisse einweihen. Die reichen Kunstschätze, darunter das gerade im Juli 2009 freigelegte monumentale Mosaik mit dem Kopf eines von vier Seraphim, und das überwältigende Raumerlebnis werden Ihnen unvergessen bleiben!
Wer noch Zeit hat und möchte, schlendert anschließend mit uns vorbei an der Sokollu Moschee (Sokollu Camii) und der nach jahrelangen Restaurierungsarbeiten wieder zugänglichen Sergios-Bakchos-Kirche hinunter zum Marmarameer, wo wir die Reise in einem der dortigen Fischrestaurants ausklingen lassen.
Reisepreis pro Person
im Doppelzimmer € 1.470,-
Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage

Leistungen
- Reise in kleinem Kreis mit max. 12 Teilnehmern
- Kunsthistorische/archäologische Reiseleitung durch Prof. Dr. Thomas Raff
- 4 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im ***** Doubeltree Hotel (Hilton Old Town)
- Tanz der Derwische im historischen Türkischen Bad Hocapaşa Hamamı
- Tee oder Aperitif auf der Dachterrasse des Hotels
- Abendessen im Restaurant Balikçi Sabahattin mit Wein, Wasser und Mokka
- Traditioneller Mittagsimbiss mit alkoholfreien Getränken (Ayran oder Fruchtsaft) im Darüzziyafe im Komplex der Moschee Süleymans des Prächtigen
- Abendessen im Restaurant Asitane (osmanische Palastküche), mit Wein, Wasser und Mokka
- Fischessen in Anadolu Kavaği (Mittagessen Bosporusausflug)
- Abendessen im Restaurant Hamdi beim Ägyptischen Basar, mit Wein, Wasser und Mokka
- Gemeinsame Taxifahrten und Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln
- Bootsfahrt auf dem Bosporus (ca. 5 Stunden)
- Eintritte (gemeinsames Programm: historische Monumente und Museen)
- Sicherungsschein (Zurich Versicherung; neben dieser Absicherung Ihrer An- und Restzahlung gegen Insolvenz empfehlen wir den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, wobei wir Ihnen auf Wunsch behilflich sind)
Gerne arrangieren wir für Sie - selbstverständlich ohne Gebühren unsererseits - An- und Abreise und buchen Ihnen einen oder mehrere Verlängerungstage im Hotel oder reservieren Karten für den Tanz der Derwische.
Für die Einreise in die Türkei benötigen Sie als deutscher Staatsbürger einen gültigen oder höchstens seit einem Jahr abgelaufenen Reisepass oder Personalausweis. Bei Fragen zu Pass- und Gesundheitsbestimmungen können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

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