Krakau - das polnische Rom

12. - 15. Mai 2011

7 - 12 Teilnehmer

 

Ihr Mentor: Prof. Dr. Sergiusz Michalski

Der Tübinger Kunsthistoriker und Krakau-Kenner Prof. Michalski lädt Sie ein in die alte polnische Königsresidenz, lebendige Universitätsstadt und Feinschmeckerhochburg mit ihren faszinierenden, vom Krieg verschonten historischen Bauten italienischer Renaissance- und Barockarchitekten und aussergewöhnlichen Restaurants, Cafés und Bars. Sie wohnen im luxuriösen ***** Hotel Bonerowski Palace, gelegen direkt am größten und vielleicht schönsten Marktplatz Europas.krakau Die kunst- und kulturhistorischen Höhepunkte und viele versteckte Kostbarkeiten der Weichselmetropole im Süden Polens - darunter der Wawel mit Königsschloss und Krönungskathedrale, Leonardos "Dame mit dem Hermelin", die gewaltigen Tuchhallen, das Haus der Ärztegesellschaft, die stimmungsvolle Alte Synagoge, der jüdische Friedhof Remuh und die Marienkirche mit dem weltberühmten Schnitzaltar von Veit Stoss - werden bequem zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder dem Taxi erreicht. Neben gemeinsamen kulinarischen Entdeckungsreisen durch die polnische Küchen- und Kaffeehauskultur bleibt Zeit für einen individuellen Bummel, einen Ballettabend in der Krakauer Philharmonie, den Besuch der Oper (Słowacki-Theater) oder eines trendigen Jazz- oder Concept-Clubs.

 

 

Reiseprogramm

 

Donnerstag, 12. Mai

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Ihre Räume erwarten Sie im luxuriösen und zugleich intimen *****Hotel Bonerowski Palace in idealer Lage am Hauptmarkt (Rynek Glowny), direkt bei der Marienkirche. Der Kern des Gebäudes geht auf einen mittelalterlichen Turm zurück, der im Laufe des 19. Jahrhunderts mehrfach erweitert und zu dem heutigen repräsentativen Eckpalast umgestaltet wurde. Das Innere prunkt mit historischen Ausstattungsstücken und dem größten, mit Swarovski-Kristallen besetzten Lüster in Europa (22 m Höhe). Zu den Annehmlichkeiten des Hotels zählen ein Wellness-Center mit finnischer Sauna, die Hotelbar, das Restaurant Casanova und der in den Kellergewölben untergebrachte One Club.

Nach einem Tee im Hotel erklärt Ihnen Prof. Michalski die Besonderheiten der städtebaulich hinreissenden Anlage von Hauptmarkt mit Tuchhallen, Rathausturm, Sankt-Adalbert-Kirche und Marienkirche. Danach schlendern wir zur Sankt-Annen-Kirche, einem Höhepunkt polnischer Barock-Architektur, und besichtigen den aussergewöhnlichen Hof des benachbarten Collegium Maius, dem Sitz der Jagiellonen-Universität.

Im weiteren Verlauf dieses ersten Spaziergangs durch die Altstadt und in den kommenden Tagen macht Sie Prof. Michalski mit der Geschichte Krakaus und auch mit berühmten Persönlichkeiten vertraut, deren Namen mit der Stadt verbunden sind. Darunter sind neben den Künstlern Veit Stoß, Jan Matejko und Stanisław Wyspiański sowie Herrschern und Politikern wie König Kasimir dem Großen und Marschall Józef Klemens Piłsudski, die mit Nobelpreisen geehrten Dichter Wisława Szymborska und Czesław Miłosz, der Oscar-Preisträger Andrzej Wajda und natürlich Stanisław Lem, Tadeusz Kantor und Karol Wojtyła, der hier im polnischen Rom bis zu seiner Papstwahl 1978 als Erzbischof wirkte.

Zum gemeinsamen Abendessen begeben wir uns in das Feinschmecker-Restaurant Szara, dessen ausgezeichnete französisch-polnische Küche mit raffinierten Fisch- und Fleischkreationen aufwartet.

 

Freitag, 13. Mai

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Am Vormittag steht nach einem Besuch der Jesuitenkirche das 1904 erbaute Haus der Ärztegesellschaft auf dem Programm, dessen beeindruckende Inneneinrichtung und dessen großes Glasfenster "Apoll - das Sonnensystem" von Stanisław Wyspiański stammen.

Nach einem Besuch der Sankt-Annen-Kirche, einem Höhepunkt polnischer Barock-Architektur, führt uns unser Weg in das benachbarte Collegium Maius, dem Sitz der Jagiellonen-Universität, mit ihrem aussergewöhnlichen Hof, dem Kopernikus-Raum, der Bibliothek, dem Grünen Saal mit Chopin-Flügel und der Großen Aula.

Nach einer Erfrischung in dem 1912 in den Tuchhallen eingerichteten Café Noworolski wohnen wir in der gegenüberliegenden Marienkirche der feierlichen Öffnung des monumentalen Flügelaltars von Veit Stoß bei.
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Prof. Michalski erläutert Ihnen das weltberühmte Meisterwerk des 1477-96 in Krakau lebenden Bildschnitzers, dessen Schrein die deutlich überlebensgroßen, sehr bewegt agierenden Figuren der Apostel mit der sterbenden und in den Himmel auffahrenden Maria birgt. Auch Predella, Auszug und die mehrteiligen Altarflügel des 13 Meter hohen Ensembles sind verschwenderisch geschnitzt, farbig gefasst und vergoldet.

Im Anschluss brechen wir per Taxi auf, um in der Arka Noego (Arche Noah) ein köstliches jüdisches, nicht koscheres Mittagessen einzunehmen. Der Vorort Kazimierz, wohin die Krakauer Juden vor 1500 umgesiedelt wurden, war mit seinen vielen Synagogen und Schulen lange Zeit eines der wichtigsten Zentren jüdischer Kultur in Europa. In dem 1941 von den Nationalsozialisten hier errichteten Ghetto lebten auf engstem Raum bis zu 60000 Juden, eine Gemeinde, die im nahen Auschwitz und anderen Konzentrationslagern nahezu gänzlich ausgelöscht wurde. Nur wenige überlebten - darunter die von Oskar Schindler in seiner Krakauer Fabrik beschäftigten Zwangsarbeiter.

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Wir wandern zusammen durch die geschichtsträchtigen Gassen und besichtigen die Alte Synagoge und den Friedhof Remuh (mit dem Grab des Rabbi Moses Remuh und einer Klagemauer aus alten Grabsteinen, die während der deutschen Besatzung zerstört wurden). Unser Weg führt uns weiter vorbei an der Fronleichnamskirche und dem im Kern auf das 15. Jahrhundert zurückgehenden ehemaligen Rathaus von Kazimierz.

Am Spätnachmittag begeben wir uns zurück zum Hotel. Nun besteht Zeit für einen individuellen Bummel im Herzen der traditionellen Handelsmetropole. Alternativ bietet Prof. Michalski einen weiteren Erkundungsgang durch "sein Krakau" an, mit dem Besuch weiterer Kirchen und des Mehoffer-Museums. Auch lockt ein frühabendlicher Spaziergang im Planty, dem Parkgürtel Krakaus, oder ein Aufenthalt im Spa-Bereich des Hotels.

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Der Freitag Abend steht zu Ihrer freien Verfügung, etwa für ein Abendessen, den Besuch der Philharmonie oder einer Oper im Słowacki-Theater (Programme noch in Planung) oder eines der in Krakau beliebten Jazz-Lokale. Wer es ganz zeitgenössisch und stylisch mag, den zieht es in die Boogie Bar, das Cynamon Café, den Folia Concept Club oder den Cien Klub.

(Gerne besorgen wir nach Ihren Wünschen Karten für Konzert oder Oper, reservieren einen Tisch oder geben Empfehlungen für verschiedene Bars und Clubs.)

 

Samstag, 14. Mai

Nach dem Frühstück geht es mit der Pferdekutsche durch die Altstadt und durch den Stadtteil Stradom zu dem die Stadt überragenden Burgberg Wawel mit seinen trutzigen Befestigungsanlagen, der Kathedrale und dem mächtigen Schloss mit eleganten Renaisance-Hof.

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Im dreigeschossigen Königsbau führt Sie Prof. Michalski unter anderem in den Gesandtensaal, das königliche Schlafgemach, die Schatz- und Rüstkammer und den barocken "Saal unter den Vögeln" und berichtet vom Leben im Schloss, als der Hof noch nicht nach Warschau umgezogen und die Räume nicht verwaist waren bzw. später unter den Österreichern als Kaserne Verwendung fanden.

Anschließend besuchen wir die Krönungskathedrale, deren Kapellenbauten - darunter die berühmte Sigismund-Kapelle - am Aussenbau sehr malerisch in Erscheinung treten. Die Kirche birgt die Reliquien des polnischen Nationalheiligen, des Heiligen Stanislaus, und die Gräber vieler Könige. Im Innern erwarten uns Meisterwerke von Veit Stoß, Santi Gucci und Guercino.

Zurück "zu ebener Erde" nehmen wir im historischen Restaurant Pod Aniolami einen Mittagsimbiss ein.
Gestärkt und beschwingt lassen wir uns danach von Prof. Michalski die "römische" Fassade und die Apostelstatuen der Peter-und-Paul-Kirche, die von Stanisław Wyspiański für die Franziskanerkirche gestalteten Jugendstil-Glasfenster und die faszinierenden Kapellen und Grabmäler der Dominikanerkirche zeigen.

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Nach einer Ruhepause im Hotel fahren wir in die südwestlich von Krakau gelegene Burg Przegorzaly und genießen dort zunächst von der Terrasse aus einen atemberaubenden Blick auf die Weichsel und die Ausläufer der Hohen Tatra. Im Restaurant U Ziyada lassen wir sodann bei internationalen und polnischen Spezialitäten die Höhepunkte unserer Reise Revue passieren. Nach der spätabendlichen Rückfahrt im Taxi lockt die Hotelbar noch mit einem Schlummertrunk - die Nimmermüden erwartet erneut das "durchgängig geöffnete" Krakauer Nachtleben.

 

Sonntag, 15. Mai

Am Sonntag Morgen führt Sie Prof. Michalski zunächst in die Tuchhallen, in denen "Die Dame mit dem Hermelin" von Leonardo da Vinci, "Landschaft mit barmherigen Samariter" von Rembrandt und weitere Meisterwerke aus dem zur Zeit im Umbau befindlichen Czartoryki-Museum ausgestellt werden.

Danach begeben wir uns ins nahe Wyspiański-Museum. Wyspiański, den wir bereits durch die Glasfenster in der Franziskaner-Kirche und das Haus der Ärztegesellschaft kennen, war ein "uomo universale" im besten Sinne des Wortes und dominierte um 1900 als Autor gefeierter Theaterstücke und vielseitiger Bildender Künstler die Krakauer Szene. Zu den Hauptattraktionen des Museums gehört das visionäre Modell einer Polnischen Akropolis auf dem Wawel.

Durch die belebte Florianistraße (Ulica Florianska) schlendern wir nun zum Florianstor, dem letzten noch existenten Stadttor und zur Barbakane, einem vorgelagerten Wehrbau, der kurz vor 1500 unter dem Eindruck der osmanischen Bedrohung Polens errichtet wurde.

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Danach werfen wir einen Blick wir das 1895 eröffnete und 1910 vergrößerte Künstlercafé Jama Michalika, dessen fensterloses (jama = Höhle) Jugendstil-Interieur sich hervorragend erhalten hat und die Erinnerung an die Krakauer Bohème wachhält.

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Wer noch Zeit und Lust hat, kommt mit uns zum Mittagessen ins legendäre Restaurant Hawelka am Hauptmarkt, wo deftige polnische Gerichte wie Borschtsch (Rote-Beete-Suppe), Pierogi (gefüllte Knödel), Bigos (Fleisch-Kraut-Kartoffel-Eintopf) und Oszczypek (geräucherter Schafskäse) serviert werden.

 

Reisepreis pro Person € 1.280,-

Einzelzimmerzuschlag
im Hotel Bonerowski Palace € 260,-
im wenige Schritte entfernten ***** Grand Hotel € 120,-

 

Leistungen

  • 3 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im ***** Hotel Bonerowski Palace am Hauptmarkt
  • Reise in kleinem Kreis von 7 bis 12 Teilnehmern
  • Kunsthistorische Reisebegleitung durch Prof. Dr. Sergiusz Michalski
  • Tee mit Gebäck im Hotel
  • Diner im Restaurant Szara mit Wein, Wasser und Kaffee
  • Kaffee im Café Noworolski in den Tuchhallen
  • Mittagessen im jüdischen, nicht koscheren Spezialitätenrestaurant Arka Noega in Kazimierz mit Wein und Wasser oder Bier
  • Mittagsimbiss im historischen Restaurant Pod Aniolami (Fleisch oder vegetarisch) mit Wein und Wasser oder Bier
  • Diner im Feinschmeckerrestaurant U Ziyada auf der Burg Przegorzaly mit Wein, Wasser und Kaffee
  • Alle Eintritte und Sondergenehmigungen (u., Leonardo in den tuchhallen, Haus der Ärztegesellschaft, Alte Synagoge, Königsschloss Wawel, Krönungskathedrale, Wyspiański-Museum, Künstlercafé Jama Michalika)
  • Kutschfahrt zum Burgberg Wawel
  • Alle gemeinsamen Taxifahrten
  • Sicherungsschein (neben dieser Absicherung Ihrer An- und Restzahlung gegen Insolvenz empfehlen wir den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung, wobei wir Ihnen auf Wunsch behilflich sind)

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Gerne arrangieren wir für Sie - selbstverständlich ohne Gebühren unsererseits - An- und Abreise (Flug oder Bahnfahrt mit Zubringern), buchen Ihnen einen Verlängerungstag im Hotel, reservieren einen Tisch für Freitag Abend oder besorgen nach Ihren Wünschen Karten für die Philharmonie oder das Słowacki-Theater.


 

Prospekt zum Ausdrucken

 

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